Teil 3/4: Verantwortung übernehmen – Politik mit Vernunft
- Aziz Khalifa

- 29. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Standort Schweiz – stark und solidarisch
Wohlstand und soziale Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit; sie beruhen auf einem gesunden Wirtschaftssystem und verantwortungsvoller Steuerpolitik. Deshalb brauchen wir weiterhin einen starken und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Schweiz, der solidarisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen wird. Politisch ist vor allem bürokratische Entlastung und mehr Digitalisierung von Behördenprozessen gefragt, damit Unternehmen den zunehmend komplexen Gesetzen effizient gerecht werden können.
Unsere KMU sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft – und verdienen Rahmenbedingungen, die sie stärken.
Sachpolitik statt Schlagzeilen
Auch in der Finanzpolitik gilt:
Verantwortung heisst, den Steuerfranken gezielt dort einzusetzen, wo die grösste Wirkung entfaltet wird.
Die vergangene Budgetdebatte im Nationalrat zeigte, wie schnell Emotionen Debatten dominieren können – Vergleiche zwischen Beiträge an Weinbauern, Herdenschutz und Geldern für Prävention gegen Gewalt an Frauen führten zu grosser öffentlicher Aufmerksamkeit. Es folgten Unterschriftensammlungen, eine Kundgebung und Nachrichtenflut an National-, und Ständeräte. Auch ich erhielt eine Nachricht mit einer Liste von Politiker/innen, welche nicht mehr wählbar seien, da sie dem Budgetvorschlag nicht zugestimmt hätten.
Doch der eigentliche Schritt geschah abseits der Schlagzeilen:
Ein überparteilicher Vorstoss aus der Mitte-Fraktion fordert ein Rahmengesetz zum Schutz vor häuslicher Gewalt – unterstützt von allen Parteien über das gesamte politische Spektrum hinweg. Es zeigt sich einmal mehr, dass sich konstruktive Politik auszahlt und Polemik nicht zielführend ist.
Leiser, konstruktiver, aber nachhaltiger: So funktioniert Sachpolitik, wenn sie wirklich wirken soll.
Für starke Familien und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Ebenso wichtig ist mir der gesellschaftliche Zusammenhalt.
Solidarität, Familie und Gemeinschaft bilden das Fundament des Miteinanders.
Dabei spielt eine familienfreundliche Bildungs- und Gesundheitspolitik für mich eine zentrale Rolle. Doch das vergangene Jahr war insbesondere für Familien kostenintensiv. Angesichts sinkender Geburtenraten und Fachkräftemangel darf es nicht sein, dass die Schweiz im europäischen Vergleich der familienfreundlichen Länder im hinteren Mittelfeld liegt.
Familien dürfen nicht durch hohe Krankenkassenprämien und steigende Lebenshaltungskosten weiter belastet werden.
Ich plädiere zudem dafür, dass in der Bildungspolitik Werte wie Dialog, Respekt und gegenseitiges Verständnis weiterhin im Zentrum stehen – denn es sind tragende Pfeiler unser demokratischen Kultur und angesichts der Herausforderungen ist die Pflege der Werte nötiger denn je. Es braucht auch im Bildungssystem faire Chancen für alle, unabhängig von der individuellen finanziellen Situation.




